Etappe 6 von Kelheim nach Deggendorf

 

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Ich folge weiter dem Jakobsweg, und das bedeutet wieder zunächst einen anstrengenden Weg über die Donauberge. Dank tatkräftiger und moralischer  Unterstützung meiner Klassenkameraden Burkhard Muschner und Wolfgang Hummerich war es trotz aller Anstrengungen dann doch ein erlebnisreicher und schöner Tag. Es geht über Wiesen und ausgedehnte Wälder mit Rastmöglichkeiten in vereinzelten schattigen Biergärten bis Regensburg. Dies ist der schönste Teil dieser Etappe. Unbedingt in Regensburg übernachten und das Ambiente der Stadt genießen. Danach geht es immer der Donau entlang,vorbei an der Walhalla und dann weiter über Bogen, Straubing und Metten zum Ende der Etappe. Meistens führt die Etappe ab Regensburg über den Donau Radweg.Leider meistens gar nicht dicht an der Donau, sondern über den weit entfernten Deich. Bei Hitze bis 40 Grad im Schatten ist der Weg eine rechte Plage, da es fast keinen Schatten gibt. Für Wanderer sind die meisten Gasthöfe zu weit abgelegen oder geschlossen. Also genügend Proviant und Wasser mitnehmen. In allen Orten sind die Menschen, wenn man dann welche trifft, sehr freundlich und füllen die Wasserreserven wieder auf. Höhepunkte gibt es nur wenige. Das macht den Weg ziemlich anstrengend./I continue on the „Jakobs Pilgrim- Way“ to Regensburg. That means another challenging trip along the Danube mountains through Meadows and extended forests with some beergardens in between. This is the most beautiful part of the trip. Stay at Regensburg overnight and enjoy the atmosphere of the city. The way follows the Danube river, but mostly far away from it. With 40 degrees centigrade it is a real pilgrim tour, because there is no shadow at all. Plan carefully,where you want to rest, because there are almost no restaurants close enough for hikers. So take enough food and water with you and hope for the support of the friendly people out there. They will always refill your water bottle. There are not so many highlights, which makes this part a boaring one.

Höhepunkte/Highlights

Der Weg von Kelheim bis Regensburg, die Stadt Regenburg, die Walhalla, Straubing, die schwangere Maria von Bogen, Kloster Metten (nach Fertigstellung der Restaurierung in einigen Jahren) /from Kelheim to Regensburg, the City of Regensburg, the Walhalla Monument at the Danube river, Straubing, the pregnant Maria statue at Bogen, the monastery of Metten  after reatauration in many years from now.

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Schönste Stadt der Etappe/most beautiful City on this tour: Regensburg. Nicht nur wegen der Achitektur, der Kirchen und Schlösser. Besonders wegen der Atmosphäre: Regensburg wird die nördlichste Stadt Italiens genannt./Regensburg, not only beautiful buildings, churches and Castles, but also a unique atmosphere, Regensburg is called the most nothern City of Italy.

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Statistics:

Total length of trail:                             1225km (2nd correction)                days walked/total:   4/40

length of this tour/total:            114km/  833 km                                      hours walked/total: 22/398

achievment :                                           68%                                hight/total:        ca. 1018m/8933m

countries:                             1 (Germany)

states:                                  5 (NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bavaria, Baden-Württemberg)

rivers:                                   9 (Rhine, Ahr, Mosel, Nahe, Main, Tauber, Altmühl, Danube, Regen)

Die beste Geschichte auf dieser Etappe: (sorry, German only)

Beethoven in Regensburg

Es wird höchste Zeit, mal wieder über Beethoven zu sprechen. Denn Informationen über seine Reise wären weithin unbekannt geblieben, hätte er nicht mehrmals in Regensburg Station gemacht. Schon zu Beethovens Zeiten wurde im Regensburgischen Diarium, dem damaligen „Intelligenzblatt“ genau Buch geführt, wer wann und zu welchem Zweck und durch welches Stadttor die Stadt betreten oder verlassen hat. Diese Zeitung war ein wöchentlicher Update und berichtete immer dienstags über die aktuellen Brot- Bier- Fleisch- und Getreidepreise, Trauungen, Sterbefälle und Geburten, sowie Diebstähle, Fundsachen, Beförderungen und auch über den Zu- und Abgang von Passagieren zu Wasser und zu Lande. Besonderes Interesse galt dabei den durchreisenden Musikern. Und es gibt noch einen zweiten Beweis: sein Jugendtagebuch. Dem kann man entnehmen, dass Beethoven ungefähr Ende 1876, also noch mit 16 Jahren nach Wien aufbrach, offensichtlich mit der Absicht, dort Mozart zu treffen. Ob dies jemals geschehen ist, bleibt äußerst zweifelhaft. Sein damaliger Gönner, Kurfürst Maximilian Franz, der ihm die Türen in Wien öffnete, soll jedenfalls nach der Rückkehr Beethovens über dessen Erfolg ziemlich enttäuscht gewesen sein.

Über Beethovens Rückkehr nach Bonn ist auch wenig bekannt. Aus seinem Tagebuch kann man lediglich entnehmen, dass er bei seiner Rückkehr die Mutter noch lebend vorfand. Danach muss er vor dem 17. Juli 1787 wieder in Bonn eingetroffen sein.

Ein wenig Licht in die Sache bringt ein Abgleich der Tagebücher mit dem Regensburger Intelligenzblatt.. Danach ist Beethoven am 9. Januar 1787 über die Steinerne Brücke nach Regensburg eingefahren und hat im Hotel Goldener Spiegel übernachtet. Im Dokument heißt es: „Per ord Postwagen von Nürnberg, um 10 Uhr, Morgens, …Hr. Bertenhoven, Organist von Bonn. log in Spiegel“ .

Weitere Einträge über seine Reise finden sich am 1.5.1787 im   Regensburgischen Diarium. Danach ist er aus Regensburg um 11 Uhr nach München abgereist. Das bedeutet, dass Beethoven ungefähr von Januar bis Ende April in Wien gewesen ist. Danach gibt es weitere „Intelligenz-Blatt“ Nachrichten aus München, Augsburg und Regensburg.

Beethoven ist wohl auf seiner Reise in München das Geld ausgegangen. Seinem Tagebuch kann man entnehmen, dass Rechnen nicht seine Stärke und selbst eine kleine Addition von wenigen kleinen Zahlen bereits eine große Herausforderung für ihn war. So hat er sich nach Augsburg zu einem wohlmeinenden Gönner begeben, um seine Reisekasse aufzufrischen. Dort ereilte ihn wohl die Nachricht vom schlechten Gesundheitszustand seiner Mutter und er reiste über Regensburg und Nürnberg zurück nach Bonn.

Beethovens Reise nach Wien dauerte lange und war insbesondere wegen der Kriegswirren sehr beschwerlich und teuer. Postkutschen fuhren auf manchen Routen nur einmal die Woche und hatten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa fünf Stundenkilometern. Überall war Wegzoll oder Schmiergeld zu entrichten, um die Fahrt fortsetzen zu können.

Heute geht es zu Fuß genauso schnell.

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Nächste Etappe: von Deggendorf nach Linz

Termine:

28.8. von Deggendorf Hbf nach Vilshofen (27km), Übernachtung Gasthof Baumgartner

29.8 von Vilshofen nach Passau (27km) Übernachtung Wilder Mann

30.8. von Passau nach Engelhardszell (28km) Übernachtung Gasthof Goldenes Schaf

31.8 von Engelhardszell nach Haibach (27km)

1.9. von Haibach nach Ottensheim (30 km)

2.9. vom Ottensheim nach Linz Hbf (12km)

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