Etappe 7 von Deggendorf nach Linz

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Charakteristik/Character of the tour

Von Deggendorf bis Vilshofen ist die Tour wenig aufregend. Es geht über Wiesen und Felder, oft weit weg von der Donau, aber dicht an der Autobahn. Rast machen sollte man auf alle Fälle in Winzer im Gasthof Grüner Baum, ein hervorragendes alkoholfreies Weizenbier trinken und mit dem Wirt plaudern. Der freut sich über Gäste und hat viel zu erzählen. Die erste Übernachtung passt gut in Hofkirchen, wo bereits der Kaiser Franz Stephan I. im Gasthaus Buchner übernachtete. Bittet den  Wirt, am Abend das Glockenspiel abzustellen. Das ist zwar sehr interessant aber auch sehr laut und sehr oft. Dann werdet Ihr pünktlich um 6 Uhr morgens wieder geweckt./ The tour continues along meadows and fields, not to close to the river, but close to a busy street and later on near the noisy freeway. Make a stop in Winzer at the Pub „Grüner Baum“, have one of the best alcohol-free Weizen-beer and talk to the owner. He is a friendly guy, likes to talk and he has a lot to talk. Stay overnight at the Hotel Buchner at Hofkirchen, where already the emporer Franz Stephan I. used to rest. You better ask the owner to switch-off the very loud carillon at night, otherwise you may find no sleep. Punctually at six o´clock you will be waked-up anyway. 

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Am nächsten Morgen geht es dann weiter auf der linken Donauseite an Vilshofen vorbei, jetzt auf schattigen Wegen entlang, bis zum Wasserkraftwerk kurz vor Passau. hier wird die Donau wieder überquert und der restliche Weg bis Passau geht leider wieder an einer verkehrsreichen Bundesstraße entlang. Unbedingt in Passau übernachten. Meine Empfehlung: Hotel Wilder Mann neben dem Rathaus, direkt am Donauufer. Den Dom mit der größten Orgel der Welt und das Glasmuseum besichtigen und in einem gemütlichen Biergarten einkehren./Next day the way continues on the left hand side of  the Danube river. You can enjoy some shadow and nice views to the river, until you pass the water powerplant shortly before Passau. Here you have to cross the river again and finally walk to Passau near a busy road. You must stay one night at Passau and enjoy the beauty of the city. My recommendation: Hotel „Wilder Mann“ in downtown,nearby the Mayor´s house at the river. Visit the cathredal with the biggest pipe organ in the world, also the Glasmuseum and have your dinner at one  the beautiful beer-garden.

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Am nächsten Tag muss man sich zwischen der rechten und linken Donauseite entscheiden. Ich empfehle die rechte Seite, als Tagestour zunächst bis Engelhartzell. Der Weg ist näher am Fluss, schattiger und ruhiger. In Passau beginnt der spektakulärste Teil des Donauweges. An jeder Kurve gibt es neue, atemberaubende Ausblicke. Die Donau wird bis Linz insgesamt dreimal gestaut und fließt daher sehr träge dahin. Kurz vor Engelhartzell ragt aus der Donau ein kleiner Felsen hervor, auf der die Nixe Isa gehaust haben soll. Der Sage nach ist sie eine Schwester der Loreley. Übernachtungsempfehlung für Engelhartzell: Gasthaus zum Goldenen Schiff. In der Hochsaison unbedingt vorbuchen, da hier häufig Reiseveranstalter viele Zimmer belegen. Engelhartzell ist ein kleiner Ort. Die einzige Sehenswürdigkeit ist das nahe Kloster. Kommt nicht zu spät an. Abendessen gibt es maximal bis 20 Uhr. /From Passau onwards you have to decide, wether you take the right-hand or the left-hand side of the river. I recommend the right-hand side up to Engelhartzell. Enjoy the lovely views to the river and the shadow during hot days. Before you reach the village of Engelhartzell, you can see a litle rock in the river,, home of „Isa“, the sister of „Loreley“. Stay overnight at the „Gasthaus zum Goldenen Schiff“ and book in advance. Many tour operators book the hotel for groups. Do not arrive too late, because dinner is served only up to 8:00 pm.

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Weiter geht es bis Schlögen auf der rechten Seite der Donau. Nehmt die Fähre nach Au und dann die Längsfähre von Au, um auf die linke Seite zu wechseln. Auf beiden Booten kann man Fotos von der 180 Grad Donaukehre machen. Die Tagestour geht über schattige Wege zunächst nach Obermühl und dann nach Untermühl. Empfehlung: Gasthof Ernst. Auch hier empfiehlt sich eine nicht zu späte Ankunft und Vorreservierung. Der Gasthof Ernst ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit in Untermühl. Bei rechtzeitiger Ankunft kann man noch mit der Fähre auf die andere Seite wechseln, wenn dort alles ausgebucht sein sollte./Next day you continue on the right-hand side to Schlögen, where you take the „Querfähre“ to Au and after that the „Längsfähre“ to stay on the left side. Make beautiful photos on the river, that turns by 180 degrees at this point. The trip ends via Obermühl at Untermühl. Attention! There is only one hotel in Untemühl. Make reservations in advance If you are not successful, you can als stay on the opposite side of the river, but the ferry-boat  servive stops by 6pm. 

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Am nächsten Tag muss man die Querfähre nehmen, wenn man auf der rechten Donauseite Aschach besichtigen will. Für den etwas kürzeren Weg nimmt man die Längsfähre und bleibt auf der linken Seite. Heute kann man es gemütlich angehen, denn die erste Fähre legt erst um 9 Uhr ab. Der Weg geht weiter nach Feldkirchen. Während der Saison solltet Ihr Feldkirchen passieren und erst eine Rast bei den Feldkirchener Seen einlegen. Da sitzt man im Schatten mit einem schönen Blick auf die Seenlandschaft. Unbedingt die Wasservorräte auffüllen, denn jetzt geht es weiter auf dem sonnigen Donaudamm, etwa 10km bis zum Wasserkraftwerk kurz vor Ottenheim. Hier muss man die Donau noch einmal überqueren und bis zur Seilfähre laufen, die einen geradewegs nach Ottenheim bringt. Empfehlung: Gasthaus zum schwarzen Adler in der Innenstadt mit Vinothek und kleinen Gerichten zum Wein./ The next day you have to take the „Querfähre“ ferryboat, if you want to visit Aschach or the „Längsfähre“ ferryboat when you want to take the shorter route on the left side of the river. You can sleep a little bit longer, because the first boat does not start before 9am. The next village then is Feldkirchen. Do not stop here during high-season, but continue to the lakes of Feldkirchen, where you can find a shadow seat with a lake-view. Fill- up your water, because the way to Ottenheim is on top the Danube dike with no shadow. Walk until you are at the next water powerplant and cross the river. Continue to the next ferryboat stop and you are at your daily destination Ottenheim. Recommendation: „Gasthaus zum schwarzen Adler“ with good wine and food.

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Nach Linz sind es nur noch 10km, wobei der Weg auf der rechten Donauseite über weniger stark befahrene Straßen geht. Wenn Ihr Euch eine kleine Ruhepause gönnen wollt, könnt Ihr auch den Bus nehmen, der in der Nähe des Hotels stündlich abfährt. Es lohnt sich, früh aufzubrechen, damit man sich in Ruhe Linz ansehen kann. Meine Empfehlung: In der Altstadt ab 3 Uhr Tee trinken bei Madame Wu, Altstadt 13. Dort gibt es ofenwarme Scones, Clotted cream, Erbeermarmelade und die berühmten Sandwiches mit Gurke und Lachs. Einfach köstlich und man fühlt sich wie im Raffles Singapur oder im Oriental Bangkok zum High Tea. Man kann aus mehr als 50 Teesorten wählen und noch einen Ingwer Prosecco dazu bestellen./ Linz is only 10 km away and I recommend to continue on the right side of the river, which is not so busy. Or make a 20 minutes bus ride into the City. Get up early to have enough time for a sight-seeing and visit dountown with a lot of little shopping places and restaurants.  My favorite: Madame Wu Teasaloon at Altstadt 13. Here you can celebrate a real High Tea afternooon from 3pm onwards and you may feel like being at the Raffles Hotel in Singapore or at the Oriental in Bangkok. 

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Höhepunkte/Highlights:

Wasserkraftwerk bei Passau, die Innenstadt von Passau, die Donauschleife bei Schlögen, die Fähren auf der Donau, Teatime bei Madame Wu in Linz.

Schönste Stadt auf der Etappe: Passau

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Statistics:

Total length of trail:                             1225km (2nd correction)                days walked/total:   6/46

length of this tour/total:            168km/ 1001km                                     hours walked/total: 40/438

achievment :                                           68%                              hight/total:        ca. 250m/91833m

countries:                            2 (Germany, Austria)

states:                                  6 (NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bavaria, Baden-Württemberg, Oberösterreich)

rivers:                                   9 (Rhine, Ahr, Mosel, Nahe, Main, Tauber, Altmühl, Danube, Regen, Isar, Inn)

Die beste Geschichte auf dieser Etappe:

Vom Wandern

Wandern über lange Distanz und über mehrere Tage erfordert einige Vorbereitung, wenn das Vorhaben gelingen soll. Hier sind ein paar Tipps, wie man dabei glücklich und schmerzfrei an sein Ziel gelangt.

Regel Nummer eins: gute Schuhe sind ein Muss, wenn man nicht schon am ersten Tag wegen Blasen abbrechen muss.Aber was sind gute Schuhe? Sie sollten leicht und weich sein, eine starke Sohle für steiniges Gelände haben und fest am Fuß sitzen. Ein federndes Fußbett ist wichtig, wenn man häufig auf geteerten Wegen oder Straßen geht. Bei bergigem, steilen Gelände sollten die Schuhe über den Knöchel gehen und guten Halt bieten. Auf alle Fälle muss man Schuhe einlaufen, bevor man sich auf lange Strecken begeht.

Regel Nummer zwei: Gepäck wird nach jedem Kilometer schwerer. Eine gute Grundregel ist: nehmt nur die Hälfte von dem mit, was ihr ursprünglich geplant habt, aber doppelt soviel Geld. Setzt ein absolutes Limit für das Gesamtgewicht und wiegt den Rucksack vor der Abreise. Für mich galt eine Obergrenze von sechs Kilogramm. Was ich mitgenommen habe?  Für eine Tour von fünf Tagen bei warmen Wetter galt folgende Höchstmenge: 1 wasserdichte leichte Regenjacke mit Kapuze (um die Hüfte gebunden), 2 Poloshirts, 2 Unterhosen, 2 Paar Strümpfe, 1 Zahnbürste, 2 Probiergrößen Zahnpasta, 1 kleine Tube Sonnencreme, Fußcreme, 4 Pflaster in verschiedenen Größen, 1 kleine Tube Wundsalbe, 1 kleine Tube Rei, 1 Buch, 1 Flasche Wasser (0,5 Liter), 1 Plastikbeutel, 1 Apfel und ein Butterbrot, Pad und Handy.

Regel Nummer drei: dreimal am Tag die Füße eincremen. Das vermeidet Blasenbildung. Am besten schon ein paar Tage vorher damit beginnen. Ich habe auf meiner gesamten Laufstrecke nicht eine Blase bekommen. Wichtig sind natürlich auch gutes Schuhwerk und Strümpfe, die sich beim Gehen nicht unter der Fußsohle zusammen rollen. Von meinen Pflastern habe ich nur eines benötigt, weil ich mich beim Öffnen einer Dose in den Finger geschnitten habe.

Regel Nummer vier : Trinken! Aber überfrachtet Euch nicht mit riesigen Wasserflaschen. Ich nehme einen halben Liter und bei extremer Hitze zwei halbe Liter Wasser mit und fülle diese unterwegs wieder auf. Das geht in jedem Gasthaus und zur Not auch mal privat. Als ich bei 40 Grad im Schatten, aber ohne Schatten, gelaufen bin, habe ich auf 30 Kilometer etwa sechs Liter Wasser getrunken.

Regel Nummer fünf: früh losgehen, nicht zu spät ankommen, Pausen am Mittag einplanen. Besonders an heißen Tagen solltet Ihr spätestens um sieben Uhr aufbrechen. Dagegen spricht oft die späte Öffnung des Frühstücksbüffets im Hotel. Aber vertrödelt dort keine Zeit. Es wird schnell unangenehm heiß im Sommer. Am Mittag zwischen eins und drei unbedingt eine Pause einlegen. Das ist die heißeste Zeit am Tag. Unbedingt im Schatten aufhalten und keine eiskalten Getränke hastig trinken. Meine Empfehlung: alkoholfreies Weizenbier, das bringt dem Körper ausgeschwitzte Mineralien zurück. Am Abend nicht zu spät ankommen und früh zu Abend essen. Soll man ein Hotel voraus buchen? Ich habe das nur in Touristenzentren, wie Passau oder Rothenburg und Wien gemacht. Es gab in der Hochsaison nie Schwierigkeiten, ein Bett zu finden. Wenn man nicht voraus bucht, unterliegt man auch nicht dem Zwang, ein bestimmtes Ziel unbedingt erreichen zu müssen. Am Ort angelangt, kann das Handy bei der Auswahl der richtigen Unterkunft hilfreich sein und Kosten sparen.

Regel Nummer sechs: nicht überschätzen. Besonders am Anfang, wenn man noch ungeübt ist, sollte man kürzere Strecken wandern. Für 30 Kilometer benötigt man mindestens acht Stunden, davon sechs bis sieben Stunden reine Laufzeit.  Berücksichtigt auch Steigungen und unwegsame Strecken. Zu Beginn meiner Tour bin ich auf einer Länge von 150 Kilometern etwa 7000 Höhenmeter gewandert. Das kostet Zeit.

Und zum Abschluss zeige ich Euch meine Schuhe, die über 1000 Kilometer mit mir gewandert sind, 20150831_170920blasenfrei!

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